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Wie konntest Du?

Als ich noch ein Kätzchen war, unterhielt ich dich mit meinem Herumtollen und brachte dich zum Lachen. Du nanntest mich "dein Baby" und, obwohl ich einige Nippes "killte" wurde ich deine beste Freundin. Wann immer ich etwas "anstellte", hobst du mahnend den Zeigefinger und sagtest: "Wie konntest du!?", aber schon warst du wieder so zärtlich und hast mich eng an dich gedrückt. Als du im Studium so viel lernen musstest, hattest du natürlich wenig Zeit für mich. Aber ich verstand das immer, und spielte mit meinen Bällchen.

Ich erinnere mich an alle die Nächte, in denen ich mich in deinem Bett ganz eng an dich schmiegte, und das Leben vollkommen schien. Du tolltest dann auch wieder mit mir herum, und wir genossen die Sonne gemeinsam auf dem Balkon.
Von deinem Frühstück gabs für mich immer was vom Schinken, "aber nicht zuviel, das ist für Katzen ungesund!" Und ich schlief solange, bis du von der Arbeit nach Hause kamst.

Nach und nach verbrachtest du immer mehr Zeit auf der Arbeit als mit mir, um "Karriere" zu machen.

Dann warst du so viel weg, um einen Menschenpartner kennen zu lernen. Ich wartete immer geduldig auf dich, tröstete dich bei jedem Liebeskummer, tapste mit meinen Pfoten deine Tränen vom Gesicht. und freute mich, als du endlich "deinen" Partner fandest. Zwar keinen Katzenfreund, aber ich respektierte deine Wahl.

Ich war glücklich, weil du glücklich warst! Dann kamen nacheinander deine Kinder zur Welt. Ich teilte die Aufregung mit dir. Ich war von den süßen Kindchen so fasziniert, dass ich sie mit bemuttern wollte. Aber du und dein Partner dachten nur daran, dass ich den Kindern schaden, sie gar verletzen könne. Deshalb wurde ich auch noch aus dem großen schönen Raum ausgesperrt. In dein Bett durfte ich schon lange nicht mehr.

Ich liebte die Kinder, und wurde "Gefangene der Liebe". Sie fingen an zu wachsen, und ich wurde ihre Freundin. Sie zerrten an meinen Ohren, meinem Fell, meinem Schwanz, hielten sich auf wackligen Beinchen beim Laufen lernen an mir fest. Sie erforschten meine empfindliche Nase mit unbeholfenen Fingerchen, und ich hielt bei all dem geduldig still.

Ich liebte alles an den Kindern, besonders ihre Berührungen, weil deine so selten wurden.
Ich war bereit, die Kinder notfalls mit meinem Leben zu verteidigen. Ich war bereit, in ihre Bettchen zu schlüpfen, um ihre Sorgen und Träume anzuhören. Und zusammen mit ihnen erwartungsvoll auf das Motorengeräusch deines Autos zu hören, wenn du in unsere Auffahrt einbogst.

Vor langer Zeit, als man dich fragte, ob du ein Haustier hättest, zogst du aus deiner Tasche ein Foto von mir und erzähltest so liebevoll von mir.

Die letzten Jahre gabst du nur noch ein knappes "Ja" zur Antwort und wechseltest dann das Thema. Ich war früher "deine Samtpfote" und bin heute "nur eine Katze".
Dann hattet ihr eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt.
Du und deine Familie zogen in eine Wohnung, in der Haustiere nicht erlaubt waren. Ein Mann hat euch das extra noch gesagt, und ihr habt ohne zu Zögern unterschrieben. Beide. Du hattest für dich und deine Familie eine Entscheidung zu finden, die richtig war. Obwohl einmal ich deine Familie war.

Die Autofahrt machte Spaß, weil auch die Kinder mitfuhren.
Als ich merkte, wo wir angekommen waren, war der Spaß zu Ende. Es roch nach Hunden und nach meinen Artgenossen, nach Angst, Desinfektionsmitteln und Hoffnungslosigkeit. Du fülltest Papiere aus und sagtest, das du wissen würdest, dass man ein gutes Heim für mich finden würde.

Die beiden Damen hinter dem Schreibtisch zuckten mit den Achseln und betrachteten dich merkwürdig. Sie verstanden die Wirklichkeit, der eine Katze über die fünfzehn gegenüberstand. Du hattest die Finger deiner jüngsten Tochter aus meinem Fell lösen müssen, während sie weinte und schrie "Nein, nein nehmt mir meine liebe Katze nicht weg!"

Ich wunderte mich noch, wie du ihr ausgerechnet in diesem Moment etwas von Freundschaft, Verantwortung und Loyalität vermitteln wolltest. Zum Abschied tipptest du leicht auf meinen Kopf, vermiedest dabei tunlichst, mir in die Augen zu sehen, und lehntest es höflich ab, meine offen daneben stehende Transportbox wieder mitzunehmen.
Du hattest einen wichtigen Termin einzuhalten, nun habe ich auch einen.

Kurz nachdem du weg warst, sagte eine der netten Damen, du hättest mit Sicherheit schon Monate vorher vom Umzug gewusst, und somit wäre Zeit gewesen, einen "guten Platz" für mich zu finden.
Sie schüttelten bedrückt den Kopf und fragten leise: "Wie konntest du?"

Die Damen widmeten sich uns, wann immer es ihre Zeit zuließ. Wir bekamen gute und reichliche Mahlzeiten, aber ich verlor meinen Appetit schon vor vielen Tagen. Anfangs hoffte ich unentwegt, dass du zurück kämest, und mich hier rausholen würdest.
Dass alles nur ein böser Traum gewesen wäre und ich aufwachen würde - bei dir zu Hause.
Aber du kamst nie. Und dann, wann immer jemand an "meinem" Vermittlungszimmer vorbei ging, presste ich bittend meine Pfoten durch jeden möglichen Spalt. Gab es niemanden, der mich mochte?
Niemanden, dem ich all meine Liebe, Dankbarkeit und zärtliche Treue schenken durfte?

Die Wahrheit war, dass ich es nicht mit den süßen kleinen knuddeligen Katzenkindern aufnehmen konnte. Unbeachtet, von allen übersehen und vergessen, zog ich mich in eine Ecke zurück, stand nicht mehr auf. Eines Tages, am Nachmittag, hörte ich Schritte. Man hob mich auf, trug mich über einen langen Korridor, der in einen Raum mündete. Es war ein seliger, ruhiger Raum. Die Frau legte mich auf den Tisch, streichelte behutsam über meinen Kopf und erklärte mir, dass ich mich nicht sorgen solle.

Mein Herz schlug voller Erwartung auf das, was nun kommen sollte. Gleichzeitig hatte ich ein Gefühl des Loslösens. Mir, der Gefangenen der Liebe, gingen die Tage aus. Ich war mehr um die nette Frau besorgt als um mich selbst. Ich erkannte, dass sie an einer Last tragen müsse, die Tonnen wog. Sie band leicht etwas um meine Vorderpfote, während eine Träne ihre Wange hinunter kullerte. Ich schob meinen Kopf in ihre Hand, so wie ich es immer bei dir getan hatte, um dir meine Liebe zu zeigen.
Ich spürte einen leichten Einstich und eine kühle Flüssigkeit, die in mich hineinfloss. Ich streckte mich schläfrig aus, schaute dabei in die freundlichen Augen der Frau und murmelte: "Wie konntest du?"

Möglicherweise verstand sie mein leises Miauen, denn sie sagte: "Es tut mir leid!" Sie umarmte mich hastig und erklärte, dass es ihr Job sei, mir einen besseren Platz zu verschaffen, wo ich nicht missbraucht, ignoriert und verlassen sein würde. Einen Platz, an dem ich mich nicht verkriechen müsse, einen Platz der Liebe und des Lichts, der so anders sei als auf Erden.
Mit meinem letzten Funken Energie öffnete ich weit meine Augen und sah sie unverwandt an, versuchte ihr so zu sagen, dass mein "wie konntest du" nicht an sie gerichtet war.

Ich dachte an dich, du mein geliebter Mensch.
Ich werde immer an dich denken und auf dich warten.
Mein letzter Atemzug ist mein Wunsch, dass dir in deinem Leben immer diese Loyalität widerfährt.

(Jim Willis)

 

 

 

 

 

 

Weihnachten - eine wahre Geschichte!

Es war einmal... ein kleiner Welpe – geboren an einem grauen Novembertag auf einer großen Hundefarm mitten im Nirgendwo. Der kleine Welpe hatte noch 4 Geschwister; leise fiepend kauerten sie hungrig und frierend auf dem kalten Lehmboden in einer zugigen Hütte. Ihre Mama wanderte rastlos in dem Nebenzwinger hin und her, spürte den Hunger ihrer Kinder und das Verlangen nach Wärme... aber eine hohe Holzwand trennte sie unerbittlich von ihren Welpen.

Eines Tages packte der Farmer die Welpen und steckte sie in eine Kiste. Vor Schreck fingen der kleine Welpe und seine Geschwister laut an zu schreien, die Mutter nebenan bellte aufgeregt zurück... doch es half nichts, die Kiste wurde fest mit einem Deckel verschlossen.

Ängstlich kauerten sich die Welpen aneinander, fielen immer wieder von einer Ecke in die andere. Plötzlich tat es einen Schlag und dann knallte eine Transportertür. Der kleine Welpe hockte vor Schreck ganz starr in der Kistenecke... Stunde um Stunde vergingen, das laute Motorenbrummen machte dem kleinen Welpen Angst, der Gestank von Urin und Kot vermischte sich mit dem Gefühl von Hunger und Durst... nach ein paar Stunden war der kleine Welpe mit seinen Kräften fast am Ende. Er nahm kaum wahr, dass der Transporter endlich anhielt und die Tür sich öffnete. Grobe Hände griffen sich den kleinen Welpen. Wie ein Stück Fleisch wurde er rundherum begutachtet und dann in eine Gitterbox gepackt. Nach und nach kamen auch drei seiner anderen Geschwister dazu... der vierte wurde leblos aus der Kiste geholt und achtlos in einen Eimer geworfen... er hatte den Transport nicht überlebt.

Ein paar Stunden später – mittlerweile war es draußen hell geworden – wurde es plötzlich sehr turbulent: viele Menschen gingen vor der Box auf und ab, steckten ihre Finger durchs Gitter oder schoben ihr Gesicht ganz nah an die Welpen heran. Während sich seine Geschwister ängstlich in die Ecke zurückzogen, fand der kleine Welpe die wackelnden Finger ziemlich lustig. Neugierig schob er seine Pfote durch die Gitterbox. Die Menschen lachten ihn an und schon öffnete sich die Gittertür. Der kleine Welpe wurde auf den Arm eines kleinen Menschen gesetzt und das erste Mal in seinem Leben sanft gestreichelt. Erst blieb er stocksteif sitzen, während ihn immer mehr Menschenhände streichelten. Dann aber schnupperte er an dem Gesicht direkt über ihn... und damit hatte die Familie die Entscheidung getroffen: dieser kleine Welpe war das passende Weihnachtsgeschenk für das Töchterlein.

Stolz wurde der kleine Welpe nach Hause getragen. Während die Eltern das Weihnachtsfest vorbereiteten, spielte das kleine Mädchen mit dem kleinen Welpen, welchem sie den Namen Charly gab. Sie fütterte ihn mit Plätzchen, bot ihm Milch in ihrem Puppengeschirr an und probierte verschiedene Kleidchen an dem kleinen Welpen aus. Nicht lange und die Eltern riefen zur Bescherung. Voller Vorfreude rannte das kleine Mädchen zum Weihnachtsbaum, Charly wurde ihr hinterher getragen. Das kleine Mädchen hatte jetzt aber nur noch Augen für das heißersehnte neue elektronische Spielzeug. Charly spielte derweil im Hintergrund mit den bunten Geschenkbändern.

Später am Abend zeigte die ungewohnte Milch- und Keksmahlzeit bei Charly Wirkung, doch niemand beachtete den kleinen Welpen und so setzte er sein Geschäftchen mitten ins Geschenkpapier. Mit einem spitzen Schrei wurde Charly am Genick hochgerissen und geschüttelt. Das kleine Mädchen weinte und wendete sich angewidert ab. Die Mutter schimpfte über den ekelhaften Dreck und Gestank und stieß Charly mit einer groben Handbewegung in einen leeren Pappkarton. Charly verstand seine kleine Welt nicht mehr – eben noch heißbegehrtes Weihnachtsgeschenk, lag er nun allein in seiner kleinen Pappschachtel und fiepste ängstlich vor sich hin... nach einiger Zeit schlief er schließlich vor Erschöpfung ein.

Am nächsten Tag wurde er samt Schachtel wieder in den Laden zurückgebracht... zwei seiner Geschwister waren noch da und unsanft wurde er in die Gitterbox geworfen. Schnell krabbelte er zu den anderen hin... nun war er also wieder ein kleiner namenloser Welpe, der auf eine neue Familie wartete.

Und währenddessen wurden auf der Hundefarm im Nirgendwo wieder kleine Welpen geboren. Leise fiepend kauern sie hungrig und frierend auf dem kalten Lehmboden in einer zugigen Hütte... … eine unendliche Geschichte!? SIE können etwas dagegen tun: Bitte verschenken Sie keine Welpen zu Weihnachten! Lebendige Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum!!!!

Dies ist eine Geschichte der engagierten Tierschützerin Kathrin Hansen, die auf ihrer Website www.hinsehen-statt-wegschauen.de hinter die Kulissen des Geschäfts "Welpenhandel" schaut. SOS Dalmatiner Polen e.V.

 

 

 

 

You cannot change the world by saving one animal, but for that one animal you can change the world.

 

 

Der kleine rote Kater

Der kleine rote Kater blieb plötzlich stehen. Hinter ihm spielten Kätzchen auf einer bunten Sommerwiese, jagten einander und rauften spielerisch. Es sah so fröhlich aus, aber vor ihm, im klaren ruhigen Wasser des Teiches, sah er seine Mommy. Und sie weinte bitterlich. Er tapste ins Wasser und versuchte, sie zu berühren, und als er das nicht konnte, hüpfte er hinein. Nun war er ganz nass und Mommys Bild tanzte auf den Wellen fort. "Mommy!" rief er. "Ist etwas nicht in Ordnung?"

Der kleine rote Kater drehte sich um. Eine Dame stand am Ufer des Teiches, mit traurigen, aber liebevollen Augen. Der kleine rote Kater seufzte und kletterte aus dem Wasser. "Das muss ein Fehler sein", sagte er. "Ich sollte nicht hier sein". Er sah zurück ins Wasser und das Bild seiner Mommy spiegelte sich wieder darin. "Ich bin doch noch ein Baby. Mommy sagt, das muss ein Irrtum sein. Sie sagt, ich darf gar nicht hier sein".

Die freundliche Dame seufzte und setzte sich ins Gras. Der kleine rote Kater kletterte in ihren Schoß. Es war nicht Mommys Schoß, aber es war fast genauso gut. Als sie begann, ihn zu streicheln und genau dort unter dem Kinn zu kraulen, wo er es am liebsten mochte, fing er fast gegen seinen Willen zu schnurren an. "Ich fürchte, es ist kein Fehler. Es ist Dir bestimmt, hier zu sein, und Deine Mommy weiß es tief in ihrem Herzen", sagte die Dame. Der kleine rote Kater seufzte und lehnte seinen Kopf an den Fuß der Dame. "Aber sie ist so traurig. Es tut mir so weh, sie so weinen zu hören. Und auch Daddy ist traurig".

"Aber sie wussten von Anfang an, dass dies geschehen würde" sagte die Dame mit einem liebevollen Blick auf den kleinen Kater. "War ich denn krank?" Das überraschte den kleinen roten Kater. Niemand hatte jemals etwas darüber gesagt und er hatte oft zugehört wenn sie dachten, er schliefe. Sie sprachen stets nur darüber, wie süß er doch war und wie schnell er gewachsen war. "Nein, sie wussten nicht, dass Du krank warst", sagte die freundliche Dame "Aber dennoch wussten sie, dass sie die Tränen gewählt hatten". "Nein, das taten sie nicht", sagte der kleine rote Kater. "Wer würde schon Tränen wählen?"

Sanft küsste die Dame sein Köpfchen. Er fühlte sich sicher und warm und geliebt - aber er war noch immer voll Sorge um seine Mommy. "Ich will Dir eine Geschichte erzählen", sagte die Dame.

Der kleine rote Kater sah auf und sah die anderen Tiere näher kommen. Katzen - Big Boy und Snowball, Shamus und Abby und auch Little Cleo und Robin. Merlin, Toby und Iggy und Zachary, Sweetie, Kamatta und Obie. Hunde auch - Sally, Baby und Morgan, Rocky und Belle. Sogar eine Eidechse namens Clyde und einige Ratten und ein Hamster namens Odo. Alle legten sich erwartungsvoll ins Gras rund um die Dame und sahen wartend zu ihr auf. Sie lächelte und begann:

"Vor langer, langer Zeit gingen die kleinen Engel zum Oberengel und baten ihn um Hilfe, weil sie so einsam waren. Der Oberengel brachte sie zu einer großen Mauer mit vielen Fenstern und ließ sie aus dem ersten Fenster auf alle möglichen Dinge schauen - Puppen und Stofftiere und Spielzeugautos und vieles mehr. "Hier habt ihr etwas, das ihr lieben könnt" sagte der Engel. "Diese Dinge werden eure Einsamkeit vertreiben". "Oh, vielen Dank", sagten die kleinen Engel. "Das ist gerade, was wir brauchen". "Ihr habt das Vergnügen gewählt", erklärte ihnen der Oberengel.

Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück. "Dinge kann man schon lieben", meinten sie. "Aber sie kümmern sich nicht darum, dass wir sie lieben". Der Oberengel führte sie zum zweiten Fenster. Sie sahen hinaus und sahen alle möglich Arten wilder Tiere. "Ihr könnt diese Tiere lieben", sagte er. "Sie werden wissen, dass ihr sie liebt." Die kleinen Engel waren begeistert. Sie liefen hinaus zu den Tieren. Einer gründete einen Zoo, ein anderer ein Naturschutzgebiet, einige fütterten die Vögel. "Ihr habt die Befriedigung gewählt", sagte der Oberengel.

Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück. "Sie wissen, dass wir sie lieben", sagten sie. "Aber sie lieben uns nicht wieder. Wir möchten auch geliebt werden." So führte sie der Oberengel zum dritten Fenster und zeigte ihnen die Menschen. "Hier sind Menschen zum Lieben", erklärte er ihnen. Die kleinen Engel eilten hinaus zu den Menschen. "Ihr habt die Verantwortung gewählt", sagte der Oberengel.

Aber bald waren sie wieder zurück. "Menschen kann man schon lieben", klagten sie "aber oft hören sie auf, uns zu lieben und verlassen uns. Sie brechen unsere Herzen." Der große Engel schüttelte den Kopf. "Ich kann euch nicht mehr helfen. Ihr müsst mit dem zufrieden sein, was ich euch gegeben habe."

Da entdeckte einer der kleinen Engel ein weiteres Fenster und sah kleine und große Hunde und Katzen, Eidechsen, Hamster und Frettchen. Die anderen liefen herbei und bestaunten sie. "Was ist mit denen?" riefen sie. Aber der Oberengel schob sie vom Fenster weg. "Das sind Gefühlstrainer", sagte er. "Aber wir haben Probleme mit ihrem Operating-System." "Würden sie wissen, dass wir sie lieben?" fragte einer - "Ja", erwiderte der Oberengel widerstrebend. "Und würden sie uns wiederlieben?" fragte ein anderer - "Ja", erwiderte der große Engel. "Werden sie je aufhören, uns zu lieben?" riefen sie - "Nein", gestand der große Engel. "Sie werden euch für immer lieben." "Dann sind sie genau das, was wir uns wünschen", riefen die kleinen Engel.

Aber der Oberengel war sehr aufgeregt. "Ihr versteht nicht", erklärte er ihnen. "Ihr müßt sie füttern. Und ihr müsst ihre Umgebung reinigen und immer für sie sorgen." "Das tun wir gerne", riefen die kleinen Engel. Und sie hörten nicht zu. Sie beugten sich nieder und nahmen die zahmen Tiere in die Arme und die Liebe in ihrem Herzen spiegelte sich in den Augen der Tiere. "Sie sind nicht gut programmiert" rief der Oberengel, "es gibt keine Garantie für sie. Wir wissen nicht, wie lange sie halten. Manche hören sehr rasch auf zu funktionieren, und manche halten länger!" Aber das kümmerte die kleinen Engel nicht. Sie drückten die warmen weichen Körperchen an sich und ihre Herzen füllten sich mit Liebe, so dass sie fast zersprangen. "Wir haben unsere Chance!" riefen sie.

"Ihr versteht nicht", versuchte es der Oberengel zum letzten Mal. "Sie sind so gemacht, dass selbst der Haltbarste von ihnen euch nicht überleben wird. Euer Schicksal wird sein, durch ihren Verlust zu leiden!" Die kleinen Engel betrachteten die Tiere in ihren Armen und schluckten. Dann sagten sie tapfer: "Das macht nichts. Es ist ein fairer Tausch für die Liebe, die sie uns geben." Der Oberengel sah ihnen nach und schüttelte den Kopf. "Nun habt ihr die Tränen gewählt", flüsterte er. "Und so ist es auch geblieben", meinte die freundliche Dame. "Und jede Mommy und jeder Daddy weiß das. Wenn sie euch in ihr Herz schließen, wissen sie, dass ihr sie eines Tages verlassen werdet und sie weinen müssen."

Der kleine rote Kater setzte sich auf. "Warum nehmen sie uns dann zu sich?" fragte er erstaunt. "Weil auch nur eine kurze Zeit eurer Liebe den Kummer wert ist." "Oh", sagte der kleine Kater und starrte wieder in den Teich. Da war noch immer das Bild seiner Mommy, weinend. "Wird sie jemals aufhören zu weinen?" Sie nickte. "Sieh, der Oberengel bedauerte die kleinen Engel. Er konnte die Tränen nicht wegzaubern, aber er mochte sie besonders."

Sie tauchte die Hand in den Teich und ließ das Wasser von ihren Fingern tropfen. "Er machte heilende Tränen aus diesem Wasser. Jede Träne enthält ein bisschen von der glücklichen Zeit und all dem Schnurren und Streicheln und der Freude an Dir. Wenn Deine Mommy weint, heilt ihr Herz. Es mag seine Zeit dauern, aber durch ihre Tränen fühlt sie sich besser. Nach einiger Zeit wird sie nicht mehr so traurig sein, wenn sie an Dich denkt, und sich nur der schönen Zeit erinnern. Und sie wird ihr Herz wieder für einen neues Kätzchen öffnen." "Aber dann wird sie eines Tages wieder weinen!" Die Dame lächelte ihn an und stand auf. "Aber sie wird auch wieder jemanden lieb haben. Daran wird sie denken".

Sie nahm Big Boy und Snowball in ihre Arme und kraulte Morgan genau dort am Ohr, wo sie es so mochte. Sieh nur, die Schmetterlinge kommen. Sollen wir nicht spielen gehen?" Die anderen Tiere liefen voraus, aber der kleine rote Kater wollte seine Mommy noch nicht verlassen. "Werden wir jemals wieder zusammen sein?" Die freundliche Dame nickte. "Du wirst in den Augen jeder Katze sein, die sie ansieht. Und sie wird Dich im Schnurren jeder Katze hören, die sie streichelt. Und spät in der Nacht, wenn sie einschläft, wirst Du ihr nahe sein und ihr werdet beide Frieden haben. Und bald, eines Tages, wirst Du ihr einen Regenbogen senden, damit sie weiß, dass Du in Sicherheit bist und hier auf sie wartest."

"Das gefällt mir", sagte der kleine rote Kater und warf einen letzten langen Blick auf seine Mommy. Er sah ihr Lächeln unter ihren Tränen und wusste, dass ihr eingefallen war, wie er fast in die Badewanne gefallen wäre. "Ich hab' dich lieb, Mommy", flüsterte er. "Es ist schon okay, wenn Du weinst". Er blickte zu den anderen, die spielten, und lachten mit den Schmetterlingen. "Oh, Mommy! Ich gehe jetzt spielen, okay? Aber ich werde immer bei Dir sein, das verspreche ich." Dann wandte er sich um und lief den anderen nach ...

(Text unbekannter Herkunft)

 

 

 

 

 

 

Brief an den lieben Gott

Letzen Monat ist unsere 14 Jahre alte Hündin, Abbey, gestorben. Am Tag nach ihrem Tod weinte meine 4 Jahre alte Tochter Meredith und sprach davon, wie sehr sie Abbey vermisste… Sie fragte, ob wir Gott einen Brief schreiben könnten, damit Gott Abbey erkennen könne, wenn sie in den Himmel käme. Ich sagte, dass wir das könnten, und so diktierte sie mir diese Worte:

“Lieber Gott, Kannst Du bitte auf
meine Hündin aufpassen? Sie ist gestern gestorben und ist bei Dir im Himmel. Ich vermisse sie sehr. Ich freue mich, dass ich sie als meine Hündin haben durfte, auch wenn sie krank geworden ist.
Ich hoffe, dass Du mit ihr spielen wirst… Sie mag es, mit Bällen zu spielen und zu schwimmen. Ich sende Dir ein Photo von ihr, damit Du, sobald Du sie siehst, weißt, dass sie meine Hündin ist. Ich vermisse sie wirklich.
In Liebe, Meredith”

Wir packten den Brief mit einem Photo von Abbey in einen Umschlag und adressierten ihn an Gott / Himmel. Wir schrieben unsere Absenderadresse darauf. Dann klebte Meredith mehrere Briefmarken auf die Vorderseite des Umschlages, denn sie sagte, dass es für den Weg in den Himmel viele Briefmarken brauche. Diesen Nachmittag warfen wir den Brief in den Briefkasten bei der Post. Ein paar Tage später fragte sie mich, ob Gott wohl den Brief erhalten hätte. Ich sagte ihr, dass ich dachte, er hätte.

Gestern lag ein Päckchen in goldenem Papier auf unserer Veranda, adressiert an “Für Meredith” in einer unbekannten Schrift… Meredith hat es geöffnet. Darin verpackt war ein Buch von Mr Rogers, das hiess: “Wenn ein Haustier stirbt..”. An der Innenseite der Buchhülle klebte der Brief, den wir Gott geschrieben hatten. Auf der gegenüberliegenden Seite war das Bild mit Abbey und Meredith und diese Notiz:

Liebe Meredith,
Abbey ist sicher im Himmel angekommen. Das Photo hat geholfen. Ich habe sie sofort erkannt. Abbey ist nicht mehr krank. Ihre Seele ist bei mir genau so, wie sie in Deinem Herzen bleibt. Abbey hat es geliebt, Dein Hund zu sein. Weil wir unsere Körper im Himmel nicht brauche, habe ich keine Taschen, um Dein Bild darin zu verwahren, darum sende ich es Dir in diesem kleinen Buch zurück, das Du behalten kannst und womit Du dich an Abbey erinnern kannst.

Vielen Dank für den wunderbaren Brief und danke an Deine Mutter, die Dir geholfen hat, ihn zu schreiben und ihn mir zu schicken. Was für eine wundervolle Mutter Du hast. Ich habe sie extra für Dich ausgesucht. Ich sende Dir jeden Tag meinen Segen und denk daran, dass ich Dich sehr liebe. Übrigens, Du findest mich ganz einfach, ich bin überall, wo Liebe ist.

In Liebe,
Gott

Der Postbeamte wurde nie gefunden…

(Unbekannter Autor)

 

 

 

 

Händlerware

Ich weiss nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.
Als sie mich von meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestossen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht.

Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und dass das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die Nerven gingen. So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten, ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten. 

All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche - wir sind in einem "Petshop", einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von andern Welpen. Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig.

Manchmal kommen Menschen uns anschauen, oft ganz kleine Menschen, die sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen. Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen: "Oh, sind die süß, ich will eines", aber dann gehen die Leute wieder fort.

Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körperchen gewichen ist. Als sie sie am Morgen aus dem Käfig nehmen sagen sie, sie sei krank gewesen und ich sollte verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als mein kleines Schwesterchen weggeworfen wird.

Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft! Jetzt wird alles gut! Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für MICH entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und Mutter sagen, ich sei ein ganz süsses und braves Hundchen. Ich heisse jetzt Lea.

Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts ist schöner als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.

Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre ok, dann entspannte ich mich.
Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von zwei Herzen. Er sprach von wilden Züchtern und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.

Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung 
schrecklich weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht.

Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen. In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es "genetisch" und "nichts machen". Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht.

Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen. Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los? War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach wenn nur diese Schmerzen aufhörten! Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken aber wenigstens erreiche ich seine Hand.

Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich... Gott sei Dank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.

Ein Traum: ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Friede und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie Auf Wiedersehen auf die einzige mir mögliche Weise: mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln. Viele glückliche Jahre wollte ich mit Euch verbringen, es hat nicht sein sollen. Statt dessen habe ich Euch so viel Kummer gemacht. Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware!

(Text unbekannter Herkunft)

 

 

 

 

An der Regenbogenbrücke

Anders als die meisten Tage an der Regenbogenbrücke, dämmerte es an diesem Tag, es war kalt und grau. Alle Neuankömmlinge an der Brücke wussten nicht was sie davon halten sollten, denn sie hatten noch nie so einen Tag erlebt. Aber die Tiere, die schon lange auf ihren geliebten Menschen gewartet hatten, um ihn über die Brücke zu begleiten, wussten was geschehen würde und sie fingen an, sich an dem Weg zur Brücke zu sammeln.

Schnell kam ein älterer Hund in Sicht, sein Kopf hing nach unten und er zog seinen Schwanz nach. Er näherte sich langsam, und obwohl er keine Anzeichen von Verletzungen oder Krankheiten zeigte, war er in großem emotionalem Schmerz. Im Gegensatz zu den anderen Tieren, die sich entlang des Weges gesammelt hatten, hatte er beim überqueren der Brücke nicht seine Jugend und Vitalität zurück erhalten. Er fühlte sich fehl am Platz und wollte nur zurück, um sein Glück zu finden.

Aber als er sich der Brücke näherte, wurde er von einem Engel aufgehalten, der sich entschuldigte und ihm erklärte, dass der müde und gebrochene alte Hund die Brücke nicht überqueren dürfe. Nur die Tiere, die von ihren Menschen begleitet wurden, durften die Brücke überqueren. Da er niemanden hatte und auch nicht wusste wohin er sollte, stapfte der Hund in das Feld vor der Brücke. Dort fand er andere Hunde, Senioren, traurig und entmutigt. Im Gegensatz zu den anderen Tieren, die darauf warteten die Brücke zu überqueren, rannten und spielten diese Tiere nicht. Sie lagen einfach im Gras und starrten einsam und verloren auf den Weg, der über die Rainbow Bridge führte. Der alte Hund beobachtete den Weg und wartete ... noch nicht wissend, auf was er wartete.

Einer der neueren Hunde an der Brücke fragte eine Katze, die da schon länger war, was denn geschehe. Die Katze antwortete: "Diese armen Tiere wurden ausgesetzt, verlassen, oder in Tierheimen abgegeben, aber sie haben auf der Erde nie ein Zuhause gefunden. Sie alle kamen einzig mit der Liebe eines Tierschützers, der sie tröstete. Weil sie keine Menschen hatten die sie liebten haben sie niemanden, der sie über die Regenbogen Brücke begleiten konnte."

Der Hund fragte die Katze, "Aber was wird mit den Tieren geschehen?" Bevor die Katze antworten konnte, begannen die Wolken sich zu teilen und die Kälte verwandelte sich zu strahlendem Sonnenschein. Die Katze antwortete: "Schau, und Du wirst es sehen." In der Ferne war eine einzelne Person zu sehen, und als sie sich der Brücke näherte, wurden die alten, gebrechlichen und traurigen Tiere in ein goldenes Licht getaucht. Sie wurden auf einmal wieder jung und gesund, und standen auf, um zu sehen, was ihr Schicksal sein würde. Die Tiere, die sich zuvor auf dem Weg gesammelt hatten, senkten die Köpfe, als sich die Person näherte. Jedes Tier mit einem gesenktem Kopf schenkte die Person eine Berührung oder Umarmung.

Einer nach dem anderen schlossen sich die jetzt jungen und gesunden Tiere aus dem Feld der Schlange hinter der Person an. Gemeinsam gingen sie über die Regenbogenbrücke in eine Zukunft des Glücks und der unbestrittenen Liebe.

Der Hund fragte die Katze, "Was ist passiert?" Die Katze antwortete: "Das war ein Tierschützer. Die Tiere entlang des Weges die sich verbeugt hatten, hatten ihr Zuhause durch den Tierschützer gefunden. Sie werden die Brücke überqueren, wenn ihre Menschen hier an der Brücke ankommen. Aber die Ankunft eines Tierschützers ist ein großes und feierliches Ereignis, denn als Belohnung dürfen sie einen letzten Akt der Rettung durchführen. Sie dürfen all diese armen Tiere, denen sie auf der Erde kein eigenes Zuhause finden konnten über die Regenbogenbrücke mitnehmen."

Der Hund dachte einen Moment nach und sagte dann: "Ich mag Tierschützer."
Die Katze lächelte und antwortete: "So ist der Himmel, mein Freund. Ja, so ist der Himmel.

(Autor unbekannt)

 

 

 

 

 

 

Drei Tage

Wenn Du jemals ein Tier liebst, dann gibt es drei Tage in Deinem Leben, an die Du Dich immer erinnern wirst.

Der erste Tag ist ein Tag, gesegnet mit Glück, wenn Du Deinen jungen neuen Freund nach Hause bringst. Wenn Du Dein erwähltes Haustier nach Hause gebracht hast und Du siehst es die Wohnung erforschen und seinen speziellen Platz in Deinem Flur oder Vorraum für sich in Anspruch nehmen - und wenn Du das erste mal fühlst, wie es Dir um die Beine streift - dann durchdringt Dich ein Gefühl purer Liebe, das Du durch die vielen Jahre, die da kommen werden, mit Dir tragen wirst.

Der zweite Tag wird sich neun oder zehn Jahre später ereignen. Es wird ein Tag wie jeder andere sein. Alltäglich und nicht außergewöhnlich. Aber für einen überraschenden Moment wirst Du auf Deinen langjährigen Freund schauen - und Alter sehen, wo Du einst Jugend sahst. Du wirst langsame überlegte Schritte sehen, wo Du einst Energie erblicktest. Und Du wirst Schlaf sehen, wo Du einst Aktivität sahst. So wirst Du anfangen, die Ernährung Deines Freundes umzustellen - und womöglich wirst Du ein oder zwei Pillen zu seinem Futter geben. Und Du wirst tief in Dir eine wachsende Angst spüren, die Dich die kommende Leere erahnen lässt. Und Du wirst dieses unbehagliche Gefühl kommen und gehen spüren, bis schließlich der dritte Tag kommt.

Und an diesem Tag - wenn Dein Freund gehen muss, wirst Du Dich einer Entscheidung gegenüber sehen, die Du ganz allein treffen musst - zugunsten Deines lebenslangen Freundes und mit Unterstützung Deiner eigenen tiefsten Seele. Aber auf welchem Wege auch immer Dein Freund Dich vielleicht verlassen wird - Du wirst Dich einsam fühlen, wie ein einzelner Stern in dunkler Nacht. Aber wenn Du ehrlich zu der Liebe für dein Haustier stehst, für das Du die vielen, von Freude erfüllten Jahre gesorgt hast, wirst Du vielleicht bemerken, dass eine Seele - nur ein wenig kleiner als Deine eigene - anscheinend mit Dir geht, durch die einsamen Tage, die kommen werden. Und in manchen Momenten, wenn Dir Dein Herz schwer wird, wirst Du vielleicht etwas an Deinen Beinen entlang streichen spüren. Nur ganz, ganz leicht. Und wenn Du auf den Platz schaust, an dem Dein lieber - vielleicht liebster Freund - gewöhnlich lag, wirst Du Dich an die drei bedeutsamen Tage erinnern. Die Erinnerung wird voraussichtlich schmerzhaft sein und einen Schmerz in Deinem Herzen hinterlassen. Während die Zeit vergeht, kommt und geht dieser Schmerz als hätte er sein eigenes Leben. Du wirst ihn entweder zurückweisen oder annehmen, und er kann Dich sehr verwirren. Wenn Du ihn zurückweist, wird er Dich deprimieren. Wenn Du ihn annimmst, wird er Dich vertiefen. Auf die eine oder andere Art, es wird stets ein Schmerz bleiben. 

Aber da wird es, das versichere ich Dir, einen vierten Tag geben - verbunden mit der Erinnerung an Dein geliebtes Tier. Und durch die Schwere in Deinem Herzen wird eine Erkenntnis kommen, die nur Dir gehört. Sie wird einzigartig & stark sein, wie unsere Partnerschaft zu jedem Tier, das wir geliebt - und verloren haben. Diese Erkenntnis nimmt die Form lebendiger Liebe an - wie der himmlische Geruch einer Rose, der übrig bleibt, nachdem die Blätter verwelkt sind. Diese Liebe wird bleiben und wachsen - und da sein für unsere Erinnerung. Es ist eine Liebe, die wir uns verdient haben. Es ist ein Erbe, das unsere Haustiere uns vermachen, wenn sie gehen. Und es ist ein Geschenk, das wir mit uns tragen werden solange wir leben. Es ist eine Liebe, die nur uns allein gehört. Und bis unsere Zeit selbst zu gehen gekommen ist, um uns vielleicht unseren geliebten Tieren wieder anzuschließen - ist es eine Liebe, die wir immer besitzen werden.

"Weil sie uns brauchen" (Facebook)

 

 

 

 

Testament eines Tieres


Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,
um ihr Heim und alles, was sie haben,
denen zu hinterlassen, die sie lieben.

Ich würde auch solch´ ein Testament machen,
wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner
würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
mein weiches Kissen, mein Spielzeug
und den so geliebten Schoß,
die sanft streichelnde Hand,
die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt
zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird, gehalten im liebendem Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag' bitte nicht:
"Nie wieder werde ich ein Tier haben,
der Verlust tut viel zu weh!"

Such Dir einen einsamen, ungeliebten Hund aus
Und gib' ihm meinen Platz.

Das ist mein Erbe.

Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles, was ich geben kann.

(Margaret Trowton)

 

 

 

 

Ich habe heute einen Menschen gerettet.

Unsere Blicke haben sich getroffen, als sie meinen Korridor entlang ging und in die Zwinger schaute.... Ich spürte ihre Not sofort und wusste, dass ich ihr helfen musste. Ich wedelte mit dem Schwanz, nicht zu stark, damit sie sich nicht fürchten würde.

Als sie an meinem Zwinger stehen blieb, habe ich ihr den Blick nach hinten versperrt, damit sie das kleine Missgeschick, das mir passiert war, nicht sehen würde. Ich wollte nicht, dass sie erfährt, dass ich heute nicht ausgeführt worden bin. Manchmal haben die Leute hier so viel zu tun und ich wollte nicht, dass sie einen schlechten Eindruck von ihnen bekäme. Als sie die Karte mit meiner Beschreibung las, habe ich gehofft, dass meine Vergangenheit sie nicht traurig machen würde. Ich kann nur nach vorne schauen und möchte jemandem etwas bedeuten.

Sie beugte sich zu mir herunter und machte leise Kussgeräusche.
Ich drückte meine Schulter und meinen Kopf gegen die Gitterstäbe, um sie zu beruhigen. Sanfte Fingerspitzen streichelten meinen Nacken, sie hat die Gesellschaft dringend gebraucht.

Eine Träne lief ihr über die Wange und ich hob meine Pfote, um ihr zu versichern, dass alles gut werden würde. Kurz darauf öffnete sich meine Zwingertür und ihr Lächeln strahlte mich so an, dass ich sofort in ihre Arme gesprungen bin.

Ich versprach ihr, dass sie bei mir in Sicherheit wäre.
Ich versprach ihr, sie immer zu begleiten.
Ich versprach, alles dafür zu tun, dass ich ihr strahlendes Lächeln und das Glitzern in ihren Augen sehen würde.

Ich hatte solches Glück, dass sie ausgerechnet meinen Korridor entlang gegangen ist.
So viele andere sind da draußen, die noch nicht diese Korridore entlang gegangen sind.
So viele, die noch gerettet werden müssen.
Wenigstens konnte ich einen von ihnen retten.

Ich habe heute einen Menschen gerettet ...

Von: www.facebook.com/sabine.vetten

 

 

 

Im Gedenken an unsere Freunde

Du gingst, ich wusste du dachtest an mich,
ich sah, welchen Kloß du im Hals hattest, als man dich fragte, wo ich sei,
ich sah, wie schwer dir das Reden fiel,
als du erzähltest, was mit mir passiert war,
dann gingst du weiter, du konntest nicht mehr ...
hab gespürt, dass du sehr traurig warst ...

Und dann sah ich, dass Tränen über deine Wangen liefen ...
wie gerne wäre ich in diesen Minuten bei dir gewesen,
so wie früher, dicht an deiner Seite ...
wo du Angst und Traurigkeit vergessen hast.

Ich sah dir lange zu,
du gingst den Weg immer weiter und hast versucht,
deine Tränen zurück zu halten ...
Ich hab gesehen, wie sehr du dagegen ankämpftest,
und dann sah ich, dass du lächeltest ...

Deine drei Vierbeiner wollten mit dir spielen ...
wie gern wäre ich bei diesem Spiel dabei gewesen ...

Doch, liebes Herrchen, wir haben viele Jahre miteinander gespielt,
so viele Jahre miteinander verbracht ...
jetzt gehören andere Hunde zu deinem Leben,
vergleiche sie nicht mit mir,
sondern nimm sie so, wie sie sind.

Lass das Vertrauen zwischen euch wachsen,
und gib ihnen Zeit, die Freundschaft zwischen euch zu vertiefen.
Ich werde öfters zu euch nach unten sehen, werde bei dir sein ...
solange du mich in deinem Herzen trägst ...

(Verfasser unbekannt)

 

 

 



Eine einsame Seele, voller Dank, Liebe und Bereitschaft.
Ein ungewolltes Leben, lebt ohne menschliche Zuneigung und deren Gemeinschaft.
Die Rettung im Fernen stand fest, doch wer überreicht den "Welchen-nur-retten" Test?

Zu groß, zu klein, zu hektisch, zu alt?
Und dort, ein Kampfhund, spürst du hier Gewalt?
Schau, er bettet sich in meinen Schoß, er liebt mich, ich lasse ihn nicht wieder los.
Doch mich schmerzt es, allesamt möchten sie doch nur ein Stück meines Herzes.
Bist du der Richtige, lass ich die anderen dort?
Wie kann ich einen wählen und bin einfach wieder fort?
Die Qual der Wahl bedeutet hier, du hinterlässt ein grausames, hungriges, kaltes Schicksal, dem armen abhängigen Tier.

Ein blinder Schritt, eine Wahl ohne Gedanken.
Diesem verzweifelten Vorgehen, hast du dein friedvolles und einfaches Leben hier zu verdanken.
Du darfst alt, hektisch und auch gern riesengroß sein, Hauptsache unser endlich gesunder Vierbein.
Doch jeden Tag ein quälender Gedanke, eine emotional unüberwindbare Schranke.
An all die liebevollen Geschöpfe in der Ferne, ich würd´ euch allen ein Zuhause schenken, viel zu gerne ...

(Madita Binns)

 

 

 

 

 

 

Mein Name ist Tier und ich hasse euch

Für euch verdammte Tierversuchsärzte empfinde ich nichts außer Verachtung. Wie könnt ihr es wagen, die Aussicht auf Forschungserfolge über mein Schmerzempfinden und meine Qual zu stellen? Wisst ihr eigentlich, wie uninteressant es für mich ist, ob eure Kosmetik hautverträglich ist? Ich benutze solchen Schund nicht, schmiert es euch also gefälligst selbst in die Augen, wenn ihr wissen wollt, wie sehr es dort brennt. Könnt ihr euch vorstellen, wie egal mir Heilungsmethoden für menschliche Krankheiten sind? Ich bekomme diese Krankheiten wenn dann nur künstlich durch eure Hand, lasst mich also in Ruhe und testet euren Dreck an euren eigenen Kranken. Ihr nennt mich Verbrauch, mein Name ist Tier und ich hasse euch.

Wie geisteskrank muss man sein, um Jagd auf Wehrlose als sein Hobby zu ergreifen? Was gibt es euch, wenn ihr feige aus dem Hinterhalt Unschuldige ermordet? Unschuldige, die ihr euch selbst regelmäßig heranzüchtet, um dann genauso regelmäßig zu behaupten, ihr müsstet sie ermorden, da die Population sonst zu gross wird. Diese Population sind meine Mütter, meine Väter, meine Brüder und Schwestern, die ist nur in euren Mörderaugen zu groß, und selbst wenn sie es wäre, hättet ihr kein Recht auf einen Mord, eure dicken Kinder und Verwandte werden trotz Überpopulation ja auch nicht einfach abgeknallt. Wie widerlich muss man überhaupt sein, um aus unseren Leichen dann noch stolz eine “Strecke” zu legen und diese geifernd abzufotografieren? Gibt es etwas Grausameres, als sich Köpfe von Leichen in sein Wohnzimmer zu hängen, nur um aller Welt zu zeigen, was für ein armes, feiges Menschlein man ist? Ihr nennt mich Wild, mein Name ist Tier und ich hasse euch.

Über euch Abschaum Metzger will ich mich eigentlich gar nicht auslassen. Wie stumpfsinnig muss man sein, um sein tägliches Leben hauptsächlich damit zu verbringen, uns die Kehlen durchzuschneiden, uns durch künstliche Schlaganfälle umzubringen oder uns auf andere bestialische Art und Weise zu ermorden? Werdet ihr wenigstens manchmal nachts wach, wenn unsere Todesschreie nicht in euren Köpfen verklingen wollen? Oder seid ihr selbst für einen Hauch von Gewissen schon zu kalt? Ihr nennt mich Schlachtvieh, mein Name ist Tier und ich hasse euch.

Damit sind wir bei euch, die unsere Leichen in sich reinstopfen und sich zur Verteidigung rosarote Scheinwelten aufbauen. Diese Scheinwelten sind aus meiner Sicht allerdings blutrot, denn ich atme nicht auf, wenn ich vor meiner Hinrichtung ein schönes Leben hatte. Mich beruhigt es auch nicht, dass meine Hinrichtung immer schneller vonstatten geht, auch ist es für mich kein Anreiz, dass meine Anfahrt zur Hinrichtung immer kürzer wird, eure Kämpfe für diese Dinge könnt ihr euch sonstwohin schieben, denn im Endeffekt will ich einfach nicht sterben. Weder schnell, noch gut, noch schmerzlos oder was weiß ich, was für pervertierte Adjektive ihr zu eurer Verteidigung aufbauen wollt. Ihr nennt mich Nahrung, mein Name ist Tier und ich hasse euch.

Dann kommen wir zu euch, die es als nicht schlimm empfinden, von seiner Mutter getrennt zu werden. Wenn dem so ist, warum macht ihr so ein Theater daraus, wenn eurer Mutter etwas zustösst? Ist Mutterliebe in euren Augen nur beim Menschen vorzufinden? Wer gibt euch das Recht, uns Muttermilch, Menstruationsprodukte, Wolle, Honig und was weiß ich noch zu rauben und das Ganze dann damit zu verteidigen, dass wir das gerne geben würden und uns die Qual dafür egal wäre? Ihr seht Zufriedenheit in meinen Augen, wenn wir uns treffen? Warum spüre ich diese Zufriedenheit dann nicht und warum sehe ich in euren Augen nur Selbstüberschätzung und Arroganz? Warum melkt ihr nicht eure eigene Art, wenn das so natürlich ist? Warum pumpt ihr nicht eurer Art Ejakulat ab, wenn ihr damit unbedingt eure Perversitäten befriedigen müsst? Weil das bei eurer Art unwürdig und gesundheitlich bedenklich wäre? Und weil ich keine Würde und kein Recht auf Gesundheit habe? Ihr nennt mich Nutzvieh, mein Name ist Tier und ich hasse euch.

Und was ist bei euch geistig schiefgelaufen, die ihr uns einkaserniert, uns den Willen brecht und uns dann stolz eurer Art präsentiert? Gibt euch das ein Gefühl von Macht, wenn ihr uns gefangen haltet und uns ein artgerechtes Leben in Freiheit verweigert? Ist das der Grund, warum ihr uns gnadenlos weiterzüchtet, um noch gnadenloser immer mehr Käfige mit uns zu füllen? Fühlt ihr euch gut amüsiert, wenn wir unsere Würde aufgeben und für Futter oder aus Angst vor Strafe irgendwann Männchen machen oder auf Fahrrädern durch Zirkuszelte fahren? Ihr nennt mich Attraktion, mein Name ist Tier und ich hasse euch.

Zum Schluss sind wir bei euch angelangt, der verschwindend kleinen Gruppe von Menschen, die uns Tiere achtet, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Ich liebe euch nicht, ich mag euch nicht und ich möchte nicht unbedingt mit euch zusammenleben, aber ich respektiere euch dafür, dass ihr das auch gar nicht verlangt und das Fehlen von Liebe und Unterwerfung nicht mit meinem Tod bestraft. Vielleicht bekommen wir irgendwann mal eine Chance, uns auf Augenhöhe kennenzulernen, wir werden sehen, wie ich euch dann beurteile. Ihr nennt mich Tier, das ist mein Name und ihr seid eine Hoffnung.

(Jens Grote)

 

 

 

 

 

 

Echtes Leder bedeutet echtes Leiden

Tiere schützen kann so einfach sein – Machen Sie Ihren Kleiderschrank zur lederfreien Zone!

Leder bedeutet Echtes Leiden Jedes Mal, wenn Sie eine Lederjacke oder Lederschuhe kaufen, verurteilen Sie ein Tier zu einem Leben voller Leid. Der Kauf von Leder trägt direkt zu dem Geschäft der Intensivhaltung und Schlachthäuser bei, da die Tierhäute das wirtschaftlich wichtigste Nebenprodukt der milliardenschweren Fleischindustrie sind. Die Nachfrage nach Tierhäuten bestimmt also einen erheblichen Teil der tödlichen Industrie. Sie glauben, Sie sähen in Ihrer Lederjacke toll aus? Wie würden Sie darüber denken, wenn Sie wüssten, dass dies die Haut einer Babyziege oder sogar die eines Hundes sein könnte? Es sind nicht „nur" Kuhhäute, die als Schuhe und Handtaschen enden – zu den Millionen von Tieren, die Jahr für Jahr für die weltweite Lederindustrie umgebracht werden, gehören auch Schweine aus der Intensivhaltung, exotische Tiere wie Kängurus und Alligatoren und Hunde und Katzen, die genau wie unsere geliebten „Haustiere" sind (und ihres Fleisches und Felles wegen in China und anderen Ländern getötet werden. Ihre Häute importiert man in die ganze Welt, auch nach Deutschland!). Sie können also nie sicher sein, in wessen Haut sie stecken. Viele der Millionen Rinder und andere Tiere, die ihrer Häute wegen getötet werden, müssen das Grauen der Intensivhaltung erleiden – extreme Beengtheit und Verweigerung alles Natürlichen sowie Kastration, Brandmarkung, Schwanzkürzung und Enthornung bei vollem Bewusstsein, Entbehrung, schädliche Hormone und Antibiotika. Der Transport zum Schlachthof ist für die Tiere eine einzige Tortur. Sie sind verwirrt, haben Angst und müssen Verletzungen, Kälte, Hitze, Überladung, Hunger und Durst erleiden. Auf dieser Fahrt des Grauens kollabieren viele Tiere und sind bei der Ankunft am Schlachthof nicht mehr in der Lage aus eigener Kraft vom Transporter zu gehen. Sie werden dann mit Ketten heruntergezerrt und ihnen brechen beim Aufschlag auf dem Boden die Knochen. Durch die Fließbandarbeit (oft bis zu 400 Rinder pro Stunde!) im Schlachthof kommt es häufig vor, dass die Tiere bei vollem Bewusstsein unter unvorstellbaren Schmerzen und herzzerreißend schreiend zerstückelt werden. Der Kauf von Leder trägt direkt zu dieser Intensivhaltung und der Unterhaltung von Schlachthöfen bei, da Haut das wirtschaftlich wertvollste Nebenprodukt der Fleisch verarbeitenden Industrie ist. Ein Großteil der in Europa erhältlichen Lederwaren stammt von Tieren aus Entwicklungsländern wie Indien und China, wo Tierschutzgesetze entweder gar nicht bestehen oder nicht durchgesetzt werden. Ermittlungen in Indien ergaben, dass Kühen der Schwanz gebrochen wird und man ihnen Chilischoten und Tabak in die Augen reibt, um sie zum Weitergehen zu bewegen, nachdem sie vor Anstrengung auf dem Weg ins Schlachthaus zusammengebrochen waren. Im Schlachthof angekommen, schneidet man vielen Tieren die Kehle durch und zerlegt sie, während sie nach einem fehlgeschlagenen Versuch sie zu betäuben noch immer bei vollem Bewusstsein sind. Leder ist auch ganz und gar nicht umweltfreundlich. Es ist Teil der durch die Fleischindustrie verursachten Umweltzerstörung. Hinzu kommen die in Gerbereien verwendeten Giftstoffe. Einer Studie des National Environmental Management Action Plan (NEMAP, Bangladesch) hat herausgefunden, dass die Lederindustrie schädlicher für die Umwelt ist, als die Textil-, Medikamenten-, Düngemittel- und Papierindustrien. Mit jedem Paar Lederschuhe, das Sie kaufen, verurteilen Sie ein Tier zu lebenslangem Leid. Sie können stattdessen aus einer Vielzahl an Schuhen, die nicht aus Leder sind, wählen. Genauso verhält es sich mit Kleidung, Gürteln, Taschen und Geldbörsen. Mode sollte Spaß machen und niemanden umbringen.

Von: „WeNn TiErE lEiDeN bLuTeT MeIn HeRz

 

 

 

 

Während ich morgens aufstehe, sind irgendwo ausgesetzte Tiere und hungern
Während ich arbeite, sind irgendwo Schweine in Ställen eingesperrt und warten auf Erlösung
Während ich einkaufen gehe, sind Milliarden Hühner in der Bodenhaltung eingepfercht
Während ich esse, sitzt ein Nerz in seinem Drahtkäfig und wartet auf den Tod
Während ich spazieren gehe, wird irgendwo eine Kuh ohne Betäubung geschlachtet
Während ich Auto fahre, sitzen Ratten im Versuchslabor und haben Schmerzen
Während ich mit meinen Kindern spiele, werden Robbenbabies lebendig die Felle abgezogen
Während ich das Essen koche, zappeln Fische im Netz und ersticken langsam
Während ich schlafen gehe, sitzen Tiere im Zoo und zerbrechen an der Gefangenschaft.
Während all das passiert, verzweifle ich daran, dass ich so vielen armen Tieren nicht helfen kann.

(Text unbekannter Herkunft)

 

 

 

 

Ich hatte Dich lieb

Am Morgen bist du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt. Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich! Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub - Hurra! Wir fuhren mit dem Wagen und du hast am Straßenrand gehalten. Die Tür ging auf und du hast einen Stock geworfen. Ich lief und lief, bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte, um ihn dir zu bringen. Als ich zurückkam, warst du nicht mehr da! In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen, um dich zu finden, aber ich wurde immer schwächer. Ich hatte Angst und großen Hunger. Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit. Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf deine Rückkehr. Aber du bist nicht gekommen. Dann wurde mein Käfig geöffnet, nein, du warst es nicht - es war der Mann, der mich gefunden hatte. Er brachte mich in einen Raum - es roch nach Tod! Meine Stunde war gekommen. Geliebtes Herrchen, ich will, dass du weißt, dass ich mich trotz allen Leidens, das du mir angetan hast, immer noch an dein Bild erinnere. Und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte - ich würde auf dich zulaufen, denn ich hatte dich lieb!

 

 

 

 

Dear Animals,

We’re sorry we hurt you.
We’re sorry we torture you.
We’re sorry we burn you for fun.
We’re sorry we poke you.
We’re sorry we prod you.
We’re sorry we subject you to a lifetime of pain so we can eat you.
We’re sorry we kick you just to feel better about ourselves.
We’re sorry we rip the skin off your bones while you’re still alive.
We’re sorry we sell you in pet shops and then abandon you when we’ve had enough.
We’re sorry we leave you in garbage cans.
We’re sorry we shove hormones down your throat.
We’re sorry we steal your babies from you.
We’re sorry we throw you off of bridges.
We’re sorry we chain you up all day and all night.
We’re sorry we drown you.
We’re sorry we force you to do unnatural tricks for our entertainment.
We’re sorry we forget to feed you or give you water.
We’re sorry our disgruntled slaughterhouse workers take out all their aggressions on you.
We’re sorry we force you to fight each other.
We’re sorry we force you to fight us.
We’re sorry we use you for transportation.
We’re sorry we sacrifice your life so we can have another leather couch, car seat, belt or pair of shoes.
We’re sorry we make you scream in pain and then put a picture of a smiling chicken on the box.
We’re sorry we make you feel like you are part of the family and then forget about you when the baby comes.
We’re sorry we drag you behind our cars.
We’re sorry we keep you in dark, crowded, horrid living conditions.
We’re sorry we force feed you to make you fatter.
We’re sorry we burn your front paws in order to make you stand on two feet so our children can laugh.
We’re sorry we sexually abuse you for our fetishes.
We’re sorry we trap you.
We’re sorry we hunt you.
We’re sorry our shelters still use inhumane methods of killing you.
We’re sorry we subject you to a lifetime of terrorizing experiments so we can have yet another shampoo.
We’re sorry we don’t report our neighbors who are mistreating you to the authorities.
We’re sorry we poison you in the middle of the night.
We’re sorry we humiliate you.
We’re sorry we keep you alone indoors all day long and then get too lazy to take you for walks.
We’re sorry we choke you and suffocate you.
We’re sorry we yell at you.
We’re sorry we leave you out in the cold rain and in the hot sun.
We’re sorry we forget you in boiling hot cars with no open windows.
We’re sorry we intimidate you so we can feel powerful.
We’re sorry we dump you when you’re old and sick.
We’re sorry we sacrifice you for our beliefs and religions.
We’re sorry we starve you as a form of “art”.
We’re sorry we expose you to explosions and gunshots so we can film another movie.
We’re sorry we trap you in zoos so we can watch you suffer.
We’re sorry we treat you like objects that can be exploited for our own selfish purposes.
And most of all: We’re sorry we don’t recognize you for the amazing, intelligent, glorious, magnificent creatures that you are.

Sincerely,
The Human Race

Von: Animal Liberation United

 

 

 

 

Liebes Katerchen

Du fandest es bei uns so toll,
doch dachten wir, das Boot wär' voll.
Wir hatten schon der Katzen vier
und du wär'st dann der Fünfte hier.

Jedoch, du ließ't dich nicht abweisen.
Es sprach sich 'rum in Katzenkreisen,
daß hier der Futternapf stets voll
und man geliebt wird auch ganz toll.

Du bat'st um Einlaß, fast ein Jahr.
Du warst sehr krank und uns war klar,
daß du es nicht wirst überleben,
wenn wir uns einen Ruck nicht geben.

So zog'st du endlich bei uns ein.
Kamst nachts in unser Bett mit rein.
Du ließ't beim Tierarzt dich kurieren
und gingst mit uns im Wald spazieren.

Jedoch die Zeit verging so bald.
Nun warst du 15 Jahre alt.
Spät in der Nacht ist es gekommen,
da hast du kaum noch Luft bekommen.

Beim Tierarzt hielt ich dich im Arm,
dein Fell, wie immer weich und warm.
Trotz Sauerstoff begann die Reise
ins Regenbogenland ganz leise.

Nun saßen still zu Hause wir
und hatten noch der Katzen vier.
Wir trauerten und weinten sehr
und meinten nun, das Boot wär' leer.

Von Andreas Pundsack

 

 

 

 

Du kennst ihn nicht? Ich stelle ihn Dir vor: Er ist das Küken, das Ei, die Nuggets, die Wings. Er ist in Deinem Brot, in Deinen Keksen, Deinem Kuchen. Er ist allein in die Hölle geboren oder wird gleich geschreddert, nur für einen kurzen Moment des Geschmacks in Deinem Mund.

 

 

Das stumme Leid.

In dem Stall ist es dunkel und kalt. Mein Name ist „Hund“, ich bin 4 Jahre alt und hier in der Dunkelheit geboren. Um den Hals trage ich eine viel zu enge Kette mit der Nummer 286 und lebe in Zwinger Nr. 5, direkt neben meiner Mutter. Gegenüber lebt meine Tante, hinter mir höre ich meine Schwester bellen. Ach, irgendwie sind wir hier alle miteinander verwandt. Ich bin seit fast 60 Tagen schwanger und bekomme zum 7. Mal Babys. Den Stall habe ich noch nie verlassen. Grünes Gras und Sonnenlicht kenne ich nur aus Erzählungen meiner Mutter. Mein Magen grummelt - ich habe solch einen Hunger! Hoffentlich bekommen wir heute Abend noch ein wenig Brot.

Ein paar Tage später…

In der Nacht sind meine Welpen zur Welt gekommen. Hineingeboren in die Dunkelheit und Kälte. 5 kleine Welpen liegen auf dem kalten Boden und ich versuche sie mit meinem ausgemergelten Körper warm zu halten. Ein kleines Mädchen bewegt sich nicht mehr. Ich stupse sie mit meiner Nase an, aber sie hat die ersten Stunden leider nicht überlebt. Die anderen Welpen drängen an die Milchbar – viel Milch habe ich nicht und so haben meine kleinen Babys genauso viel Hunger wie ich auch.

Da kommt der Mann und schaut in meinen Zwinger. Wortlos nimmt er mir das tote Welpenbaby weg und wirft es achtlos in einen Eimer. Ich krieche zu meinen anderen Babys zurück und lege mich schützend über sie. Ich bekomme ein paar Scheiben Brot hingeworfen, welche ich gierig verschlinge. Dann schließt die Tür und ich bin mit meinen Babys wieder alleine.

Fünf Wochen später…

Die Tür wird aufgerissen und vor Schreck springe ich in die Ecke. Doch oh je! Der Mann greift nach meinen Babys und trägt sie alle weg! Ich fange laut an zu bellen und will meine Kinder verteidigen. Aber ich spüre einen harten Tritt in meinen Bauch. Ich schleudere in die Ecke und als ich wieder klar schauen kann, sind meine Babys weg! Wieder hat man mir alle genommen! Immer und immer wieder das gleiche! Traurig lege ich mich in die Ecke und rieche den Babygeruch, der so langsam verfliegt… mein Gesäuge wird immer härter und heißer – es tut weh und ich spüre ganz deutlich die Stelle, wo mich vorhin der Stiefel getroffen hat! Ich wimmere leise vor mich hin – wo sind meine Babys? Sie müssen doch noch trinken, mein Gesäuge tut so weh. Aber ich bin wieder alleine in der Dunkelheit und Kälte.

Mir wird es abwechselnd heiß und kalt. Matt liege ich in der Ecke. Das Fieber lässt mich schütteln und ich denke besorgt an meine Babys. Wie es ihnen wohl gehen mag? Haben sie es jetzt warm und hell? In Gedanken versunken schlafe ich ein…

Ein paar Stunden später kommt der Mann und schaut in den Zwinger. „Hey, holt mal die Schubkarre, hier ist eine tot.“

Nur eine Geschichte? Leider nein! Tag für Tag eiskalte Realität für unzählige Hündinnen, die zum Wohle des Profits von skrupellosen Züchtern in lebensunwürdigen Verhältnissen gehalten werden. Ganz in unserer Nähe – sie leben mitten unter uns! Sie wollen dagegen etwas tun? Dann kaufen Sie keine billigen Welpen im Internet oder in der Zeitung! Die Mutter Ihres Hundes könnte Hund Nr. 286 aus Zwinger Nr. 5 gewesen sein.

 

 

 

Kalle

Kalle ist ein wenige Wochen altes Kälbchen aus Biohaltung.
Jämmerlich ruft er nach seiner Mutter, doch niemand antwortet ihm. Seine Mama wurde ihm von den Menschen weggenommen - unmittelbar nachdem er das Licht dieser für ihn so trostlosen Welt erblickte.
Nun verbringt er sein gesamtes kurzes Leben als einsamer Waise.
Die Erinnerungen an seine Mutter - an ihre sanfte Stimme, an ihren vertrauten Geruch – beginnen mehr und mehr zu verblassen. Doch das schmerzliche, unbezähmbare Verlangen nach ihrer Wärme pulsiert beständig in seinem traurigen Herzen.
Kalle wird im Alter von vier Monaten mit groben Handgriffen in einen Lastwagen getrieben und zum nächsten Schlachthof befördert.
Während er in den Schlachtraum gezerrt wird, sucht er immer noch verzweifelt nach seiner verlorenen Mutter. Sein Herz schlägt panisch. Seine Augen erblicken Abscheuliches. Furchtbare Geräusche dringen in seine Ohren, stechende Gerüche des Todes benebeln seine erstarrten Sinne.
Und dann, in seiner gnadenlosen inneren Verzweiflung, seinem herzzerreißenden Bedürfnis nach einem letzten Fetzen Trost, einem letzten Funken Schutz, versucht er - wie die meisten Babykälber - flehentlich an den Fingern seiner kaltblütigen Mörder zu saugen…

 

 

 

 

Unter einem Weihnachtsbaum,

 ... da liegt ein kleiner Hundetraum. Ein Welpe, so ein süsser Schatz, Geschenk für den Familienfratz. Doch dieser hält vom Hund nicht viel, mag viel lieber sein Videospiel.

Der Hund, der will ein wenig Liebe, bekommt doch Tritte und auch Hiebe… und weil er auch nicht immer hört, ist das Familienglück gestört.

Das Tisch- und Stuhlbein angenagt, wird er in den Hof gejagt. ...
Dort lebt er Tage, Wochen, Jahre, niemand kämmt mal seine Haare. Bewachte er den Hof und bellte, gab es für den Lärm noch Schelte.

Die Zeit geht rum, und er wird alt, die Nächte, die sind immer kalt, Ganz einsam, ohne etwas Schutz, liegt er dort in seinem Schmutz.

Er hofft noch immer auf ein Wunder, denn seine Jahre werden runder. doch Liebe, die bekommt er nicht. Bei Kälte da quält ihn die Gicht.

Doch seine Familie kümmert das nicht. Er würde doch ALLES für sie machen, während sie unterm Christbaum lachen. Er würde ihnen sein Leben schenken Damit sie nur einmal an ihn denken. Er ist so einsam und so schwach, er hofft so sehr auf die heilige Nacht. Und dass ein Engel ihn bewacht.

Denn wenn er geht, so ganz allein, hofft er dass doch Jemand um ihn weint…. Dieses Jahr unter der Tanne liegt für die Tochter dort ein Nerz, und draussen, einsam in der Kälte stirbt ganz allein ein Hundeherz… Nach Jahren unterm Weihnachtsbaum, erlischt ein kleiner Hundetraum…

 

 

 

 

Kleiner Tiger mit weiß

Es war im Winter, wir kamen grad heim,
es war schon sehr kalt, der Wind blies gemein.
Da standest du vor und, miautest ganz leiß
ein kleiner Kater, ein Tiger mit weiß.

Du warst so lieb machtest nie was kaputt,
warst nie sauer auf uns, gerietst nie in Wut.
Zwei Jahre warst du bei uns und hast uns erfreut,
dass wir dich aufnahmen haben wir nie bereut.
Dann kam der Tag, du kamst nicht mehr heim,
das Haus war so leer, wir waren plötzlich allein.
Du warst tätowiert, hat nicht viel gebracht,
es war wohl ein Auto, sah dich nicht bei Nacht.
Du liebtest die Freiheit und zahltest den Preis,
der Preis war den Leben kleiner Tiger mit weiß.

Was aus dir wurde, das wissen wir nicht, du fehlst
uns noch immer, dein liebes Gesicht.
Dich zu vergessen, das gelingt uns nicht, für dich
in Memoriam schrieb ich dieses Gedicht.
Doch an der Regenbogenbrücke schließt sich der Kreis
dann sehen wir uns wieder kleiner Tiger mit weiß.

(Autor unbekannt)

 

 

 

Ich bin nur ein Schwein

In wenigen Sekunden wird man mich an der Kette, die an meinem Bein hängt, aufhängen - kopfüber. Dann schlitzen sie mich auf, damit ich in wenigen Tagen auf deinem Teller liege. Ein langer und qualvoller Weg für das bisschen 'Genuss', findest du nicht auch? 

Heute auf dem Weg in den Transporter- da habe ich zum ersten Mal den Himmel gesehen. Er ist so schön, und das helle Licht blendet mich, als ich meinen dunklen Stall verlasse; ich hätte gerne mehr von der Welt gesehen und nur zu gerne hätte ich mich in frischem Gras gewälzt und im Regen getobt - nur ein einziges Mal. Ja, und sogar einen Namen hätte ich mir gewünscht, doch hier bin ich nur eine belanglose Nummer. 

'Aber du bist doch ein Bioschwein und hattest ein tolles Leben in Freiheit' möchtest du nun sagen... ich kann dir sagen: Mein Leben war die Hölle und mein Tod wird der traurige Höhepunkt werden. Viele meiner Freunde erleben das qualvolle Sterben mit vollem Bewusstsein - weil die Betäubung versagt hat - und ich sehe dabei zu und warte darauf, dass ich an der Reihe bin. Ich habe Angst, doch niemand hier käme auf die Idee mich zu trösten, mit mir zu sprechen oder mich zu streicheln - ich bin nur ein Schwein; nichts wert in dieser Gesellschaft. Die trostlosen Kacheln, der mit Blut getränkte Boden und der Geruch von Tod umgeben mich - dies ist nicht der Ort, an dem ich sterben möchte. Nicht hier. Nicht jetzt. Und bevor du nun sagst, dass der Mensch das Recht zum Töten hat... schau mir in die Augen, bitte nur ein einziges Mal - kannst DU mir sagen, was ich DIR getan habe?

Über 40 Millionen (!) Schweine sterben jährlich alleine in Deutschland qualvoll in Schlachthöfen. Nur IHR könnt das verhindern. Die Fleischindustrie lebt von ihren Kunden. Ihr werdet sagen 'Ich alleine kann doch eh nichts ausrichten!' Doch; DU kannst! Eine amerikanische Untersuchung hat gezeigt, dass nur ein einziger Mensch, der auf tierische Produkte verzichtet, im Jahr 37 Tiere vor unwürdiger Gefangenschaft, Mißhandlung und Tod rettet. Auf ein ganzes Leben verteilt macht das im Schnitt 2700 Tiere!

Werde vegan - aus Liebe zum Leben!